Mitarbeiterführung in einer verrückten Welt

Sibylle Chaudhuri

18. Juni 2022

 

Bilder (link nach rechts) von Lucy Kaef, Engin Akyurt, Dariusz Sankowski auf Pixabay

Wir leben in Zeiten, wo wir das Gefühl habe, unsere Außenwelt ist total "gaga" geworden und leider so ziemlich außer Kontrolle geraten. Eigentlich ein Trugschluss, denn Menschen hatten noch nie die Kontrolle über die Außenwelt. Aber mit den Medien, die uns Negativmeldungen der ganzen Welt rund um die Uhr um die Ohren schlagen, haben wir dieses Gefühl des Kontrollverlustes mehr denn je. 

 

Das betrifft uns alle mehr oder weniger und manchmal beschäftigen uns Ereignisse 24/7.

 

Welchen Einfluss hat das auf die Mitarbeiter von Unternehmen?

 

Die Trennung „Business is business, and private is private“ hat noch nie funktioniert - ich glaube, da sind wir uns einig, oder? Wir sind Menschen und treten als solche immer ganzheitlich im Unternehmen auf. Doch dieser Aspekt tritt in unserer verrückten VUCA*-Welt noch mehr in den Vordergrund:

 

V olatilty        = Unbeständigkeit

U ncertainty  = Unsicherheit

C omplexity  = Komplexität

A mbiguity    = Doppeldeutigkeit

 

Diversität, Soziale Medien, Digitalisierung, der rasante Fortschritt der Technisierung, Globalisierung, Corona, Naturkatastrophen, Terroranschläge und immer näher rückende Kriege sind Komponenten, mit denen wir tagtäglich konfrontiert werden. Stress, Verunsicherung und Ängste sind die neue Norm für viele von uns geworden.

 

All das hat zu einem Paradigmenwechsel und einem Wandel unseres Arbeitens geführt. Die Menschen wollen mehr als nur einen Job und ein einigermaßen angemessenes Gehalt. Die Menschen wollen einen Beruf, der Ihnen Sinn gibt, in dem sie Spaß und Freude erleben, in dem sie ihr Potenzial entfalten und sich weiterentwickeln können. Sie möchten in die Unternehmen integriert werden und diese mitgestalten. Sie wünschen sich mehr Verantwortung und Entscheidungsfreiräume. Mitarbeiter erwarten flexibles und mobiles Arbeiten und gleichzeitig mehr Sicherheit. All dem werden hierarchisch Strukturen und autoritärer Führungsstil nicht mehr gerecht. Unsere Zeit verlangt empathische Führungskräfte mit einer kollaborativen Mentalität, Fülledenken und Experimentierfreudigkeit.

 

Modern Leadership, Servant Leadership, Scrum, Agile … Buzzwords. Forschungs- und Beratungsunternehmen wie z.B. Gallup weisen schon seit Jahren auf die steigende Zahl unzufriedener Mitarbeiter in Unternehmen und die Wichtigkeit einer emotionalen Mitarbeiterführung hin. Der Personaldienstleister Randstad erklärt kürzlich in der WELT AM SONNTAG, dass die Loyalität der Arbeitnehmer an einem Tiefpunkt angelangt sei. 33% der Mitarbeiter, vor allem der Generation ‚Z‘, sind lieber arbeitslos als unglücklich im Job. Der Benediktiner Pater, Betriebswirt und Führungskräftetrainer, Anselm Grün, spricht schon 2006 in seinem Buch „Menschen führen – Leben wecken“ von Führen durch Menschlichkeit, von der Notwendigkeit einer Vision sowie der Bedeutung, in Mitarbeitern Lebendigkeit und Freude zu wecken und das Unternehmen in einen Ort der Inspiration und Ermutigung zu verwandeln.

 

Wie kannst Du zeitgemäße und angemessene Führungsqualitäten für eine verrückte Welt entwickeln, die Deine Mitarbeiter - und damit Dein Unternehmen - unterstützen?

 

Es beginnt alles mit Dir

Bild von John Hain auf Pixabay
Bild von John Hain auf Pixabay

 

„Die besten Reformer, die die Welt je gesehen hat, sind jene, die bei sich selbst anfangen.“

George Bernard Shaw

 

Klar können wir die anderen nicht ändern. Meist können wir auch nicht ändern, was uns und um uns herum passiert. Aber, wir können uns selbst ändern, unseren Blickwinkel und wie wir auf etwas reagieren, und dann ändert sich alles um uns herum auch.

 

Ausgeglichenheit

Du kannst Turbulenzen und Herausforderungen nur ruhig entgegentreten, wenn Du ausgeglichen bist. Der erste Schritt hierfür könnte sein, Deinen Stress zu reduzieren und zu managen sowie Deine Energielevel und Deine Resilienz zu erhöhen.

 

Who are you?

Kennst Du Dich selbst? Deine Talente, Stärken, Dein ganzes Potenzial? Was inspiriert Dich? Was ist Deine Passion? Was sind Deine Werte? Was ist Dir wichtig? Für was stehst Du? Kannst Du Dich mit Deinen Ecken und Kanten akzeptieren?

 

Wenn Du Dich wirklich kennst und Dich so akzeptieren kannst, kannst Du auch offen auf andere zugehen, sie akzeptieren, wie sie sind. Du kannst klar und verständlich kommunizieren. Du kannst das Potenzial Deiner Mitarbeiter erkennen und fördern. Du bist in der Lage, enge Verbindungen aufzubauen.

 

Vertraue Dir

Traust Du Dich aus Deiner Komfortzone heraus? Darfst Du Fehler machen? Akzeptierst Du ehrliches Feedback? Wenn Du Dir selbst vertraust, kannst du auch anderen vertrauen. Kannst Du das alles auf Dein Team übertragen, bist Du in der Lage, eine Fehlerkultur zu etablieren, Kreativität zu fördern, ein sicheres Umfeld zu kreieren und eine starke Teamkultur aufzubauen.

 

Gehe in die Stille

Höre in Dich hinein und nimm Deine Emotionen wahr. Lerne, sie anzunehmen, sie zu verstehen und angemessen mit ihnen umzugehen? So kannst Du lernen, anderen Menschen empathisch zu begegnen und angemessen mit deren Emotionen umzugehen. Deine Mitarbeiter fühlen sich bei Dir aufgehoben und unterstützt.

 

Das oben Genannte ist nur ein kleiner Ausschnitt von dem was alles möglich ist. Doch das allein kann Dich schon in vielerlei Hinsicht in Deinen Führungsqualitäten in dieser verrückten Welt unterstützen. Zusätzlich zu den bereits erwähnten können das z.B. folgende sein:

  • Ein positiveres, und authentisches Auftreten entwickeln.
  • Vorbildfunktion für andere einnehmen.
  • Menschen inspirieren und
  • ein motivierendes Arbeitsumfeld schaffen.

 

Mitarbeiter, die von Ihrer Führungskraft überzeugt und begeistert sind, vertrauen dieser, sind engagierter und bringen mehr Begeisterung in das Team ein. Sie sind loyaler gegenüber ihrem Vorgesetzen und dem Unternehmen im allgemeinen. Sie sind emotional an das Unternehmen gebunden. Sie werden zu Markenbotschaftern ihres Unternehmens. Menschen, die gerne arbeiten, bringen mehr und bessere Leistung.

 

Sei kein Boss, sei ein Anführer. Fang an, Dich selbst und Dein Unternehmen zu revolutionieren, mit einem abenteuerlichen Geist, Neugierde, Spaß und Freude.

 

Und denke immer daran, es Dir gut gehen zu lassen.

 

Herzliche Grüße, Deine

 

 

Sibylle

 

inner works for you

 

 

* Warren Bennis and Burt Nanus nutzten das Acronym VUCA bereits 1987 für ihre Führungstheorien in Unternehmen.

 

 

sibylle chaudhuri | consulting coaching | training | mediation

 

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