Hast Du Zeit zu verschenken?

23. Dezember 2019

 

Image by Enrique Meseguer from Pixabay
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„Die Zeit, die wir uns nehmen, ist die Zeit, die uns etwas gibt.”

Ernst Ferstl

 

Das Ende des Jahres, Dezember; es sollte eine ruhige Zeit sein, eine Zeit innezuhalten, eine Zeit der Beschaulichkeit, der Selbstreflexion, eine Zeit für Familie und Freunde. Eine Zeit der Entschleunigung und Entspannung und der Feierlichkeit. Die Zeit für die Erholung und Heilung unsere Seele. Eine Zeit, um Stärke zu sammeln für das, was kommt.

 

Doch jedes Jahr zur Weihnachtszeit frage ich mich, ob es eigentlich eine geschäftigere Zeit im Jahr gibt. Es scheint mir, dass viel von uns mehr gestresst sind denn je. Da ist noch so viel zu tun, geschäftlich sowieso und auch zu Hause sowie generell mit den Vorbereitungen der Feiertage. So viel, an was wir denken müssen, so viel zu organisieren, so viel zu erledigen, so viel zu kaufen für Weihnachten und die Feiertage, und … und … und... Wir sind in Zeitnot zur Weihnachtszeit. Gar nicht daran zu denken, unsere Zeit zu verschenken.

 

 

Lust auf eine Geschichte?

Image by ambermb from Pixabay
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Ich finde, die Weihnachtszeit ist auch eine Zeit der Märchen und ich möchte Euch heute eine kleine Geschichte erzählen:

 

Eines Tage kommt ein Vater nach einem langen Arbeitstag nach Hause. So viel lief schief heute, er ist so müde, sein Rücken schmerzt, seine Füße tun weh und er möchte eigentlich nur noch seine Füße hochlegen und sich ausruhen. Als er seine Schuhe auszieht kommt sein achtjähriger Sohn und fragt, ob er kurz Zeit für ihn hätte. Der Vater würde lieber unter die Dusche gehen und etwas essen, aber er fragt seinen Sohn trotzdem, um was es geht. Der Sohn schaut auf seine Füße, mit denen er unruhig über den Boden fährt und zögert. Doch der Vater hat heute keine Geduld dafür und fordert seinen Sohn auf zu sprechen. Der Sohn nimmt seinen ganzen Mut zusammen und fragt seinen Vater, wie viel dieser in der Stunde verdient. Der Vater ist über solche eine unverschämte Frage verärgert, trotzdem erklärt er seinem Sohn, dass er 20 Euro die Stunde verdient. Kleinlaut fragt der Junge seinen Vater, ob er ihm 10 Euro leihen würde. Das macht den Vater richtig wütend auf seinen Sohn. 10 Euro sind viel Geld und für was braucht sein acht Jahre alter Sohn wohl 10 Euro? Er hat keinen Sinn für solche einen Unsinn und schickt den Jungen auf sein Zimmer.

 

Nach nur ein paar Minuten tun dem Vater der Streit und seine Ungeduld mit seinem Sohn leid. Er geht zum Zimmer seines Sohnes und gibt ihm die 10 Euro. Der Junge nimmt das Geld, sucht nach seinem Geldbeutel und entnimmt dem weitere 10 Euro. Das reicht dem Vater nun aber wirklich. Er hat schwer für das Geld gearbeitet, sein Sohn hat offensichtlich bereits genug Geld und er versteht nicht, wofür der Junge noch mehr will. Er beginnt seinen Sohn anzuschreien und der Junge fängt an zu weinen. Als er seinen Sohn so untröstlich weinend auf dem Bett sitzen sieht, tut es dem Vater wieder leid. Er setzt sich neben den Jungen, nimmt seine Hand, schaut seinen Sohn an und fragt ihn, wofür er denn das Geld braucht. Der Sohn schnieft, wischt sich mit der Hand die Tränen aus den Augen und erklärt seinem Vater, dass er mit dem Geld eine Stunde seiner Zeit kaufen wollte, da er immer nur arbeiten würde und so selten Zeit für ihn hat.

 

 

Ist Zeit füreinander und Zeit für uns selbst nicht wichtiger als alles andere?

Image by Jonny Lindner from Pixabay
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Hör auf zu rennen, atme einmal tief ein und aus und nimm Dir ein paar Sekunden darüber nachzudenken, was Du gerne mit Deiner Zeit anfangen möchtest. Mit wem würdest Du gerne Deine Zeit verbringen? Wäre es wunderbar, alleine einen Spaziergang durch den Wald zu machen? Gibt es nichts Schöneres, als beste Freunde auf einen Kaffeeklatsch zu treffen? Möchtest Du einfach Zeit mit einem guten Buch und einer Tasse Kaffee, oder Tee, oder Glühwein J verbringen?

 

Weihnachtszeit ist die Zeit der Liebe – Liebe für uns selbst und andere Menschen in unserem Leben. Wie kannst Du Dir selbst und anderen besser Liebe zeigen, als Deine Zeit zu verschenken? Gib Dir selbst und anderen etwas von Deiner Zeit.

 

Wir haben alle 24 Stunden am Tag zur Verfügung und wie wir diese nutzen liegt ganz alleine bei uns. Wie viel Zeit verbringst Du täglich vor dem Fernseher, spielst Du Spiele am Computer, schrubbst Du wie wild Deine eh schon saubere Wohnung, versuchst Du alles perfekt zu machen – wo es Perfekt nicht gibt – ein hoffnungsloses Unterfangen.

 

 

Verbringe Zeit mit Deinen Lieben und verbringe Zeit mit Dir alleine. Nimm Dir Zeit für was und wen Du liebst – und liebe Dich selbst etwas mehr. Es ist wichtig jeden Tag etwas Zeit für Dich zu nehmen. Verbringe täglich eine Stunde nur mit Dir alleine, jede Woche einen Tag und wenigstens alle drei Monate ein Wochenende. Das gibt Dir Zeit für Entspannung, Beschaulichkeit, Selbstreflexion, Deinen Kopf frei zu bekommen, Klarheit zu gewinnen und Dich besser kennen zu lernen. Du wirst weniger gestresst sein und sogar Deine Stress-Resilienz erhöhen, Du wirst ausgeglichener und Dich selbst mehr lieben.

 

Image by Clker-Free-Vector-Images from Pixabay
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Was auch immer Du tust und wo auch immer Du bist, ich wünsche Dir ein wunderschönes Weihnachtsfest.

 

Pass auf Dich auf und lass es Dir gut gehen.

 

Lass es Dir gut gehen, Deine

 

 

Sibylle

 

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